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RUDOLF WACKER. Magie und Abgründe der Wirklichkeit
Ausstellungsansicht | © Leopold Museum, Wien | Foto: Lisa Rastl

Nach mehr als 50 Jahren widmete das Leopold Museum dem international renommierten Künstler Rudolf Wacker wieder eine große Ausstellung in Wien. Damit wurde nicht nur die enge Beziehung Rudolf Leopolds zu diesem außergewöhnlichen Maler gewürdigt, sondern auch dessen zentrale Stellung in der österreichischen Kunst des 20. Jahrhunderts neu beleuchtet. Die letzte umfassende Präsentation seines Œuvres hatte bereits 1958 in der Österreichischen Galerie im Belvedere stattgefunden. Es war uns eine Freude, diese bedeutende Ausstellung mit Leihgaben aus unserer Privatsammlung zu unterstützen.

 

Die Schau stellte Wackers Werk in einen internationalen Zusammenhang und zeigte es im Dialog mit Künstlern wie Otto Dix, George Grosz und Max Beckmann. Auf diese Weise wurde deutlich, wie Wacker, zwischen Neuer Sachlichkeit, Expressionismus und Verismus verortet, eine unverwechselbare Bildsprache entwickelte. Seine Gemälde widmeten sich der Realität des Alltäglichen - Landschaften, Hinterhöfen, Interieurs, Akten und Selbstporträts - und verliehen selbst unscheinbaren Gegenständen eine geheimnisvolle Präsenz.

 

Wackers künstlerischer Weg führte von expressiv-leuchtenden Kompositionen der frühen 1920er Jahre hin zu einer klaren, präzisen Malweise, die ab 1928 eine fast schon magische Sachlichkeit entfaltete. Seine Werke bergen häufig symbolische und verschlüsselte Bezüge, die das politische und gesellschaftliche Klima der Zwischenkriegszeit widerspiegeln. Mit dieser Ausstellung ermöglichte das Leopold Museum eine neue Auseinandersetzung mit einem Künstler, der es verstand, in der vermeintlichen Nüchternheit des Realen das Unheimliche, Geheimnisvolle und Zeitgeschichtliche sichtbar zu machen.

 

 

Leopold Museum Wien

Museumsplatz 1

1070 Wien

 




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